Qualitätsmanagement


Safic-Alcan Deutschland GmbH ist nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.      Download Zertifikat

Bei der Safic-Alcan Deutschland GmbH steht der Kunde immer im Mittelpunkt. Denn als ein zertifiziertes Unternehmen benötigen und wünschen wir zufriedene Kunden.

Unser Ziel ist es, die Erwartungen unserer Kunden an die Qualität unserer Leistungen zu erfüllen. Wir erforschen daher aktiv die Wünsche und Belange unserer Kunden. Die Qualität beschränkt sich nicht auf die Einhaltung der Spezifikationen sondern sie drückt sich auch in dem dazugehörigen qualifizierten / kompetenten Service aus.

Die Qualität unserer Produkte ist in großem Umfang von der Qualität der Produkte unserer Lieferanten abhängig. Wir beziehen unsere Lieferanten in unsere Qualitätspolitik ein, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.

Mensch und Umwelt und die damit verbundenen Werte werden mit den genannten Zielen in Einklang gebracht.


REACH


Hintergrund der Auswirkungen für die kautschukverarbeitenden Industrie, Maßnahmen zur Umsetzung bei Safic-Alcan Deutschland GmbH

Einleitung

REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals - Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) ist die neue EU-Verordnung zu Chemikalien und ihrer Verwendung, die am 01.06.07 in Kraft trat. Diese EU-Verordnung regelt wesentliche Aspekte der Herstellung und des Handels mit chemischen Stoffen, wovon auch Importe aus Ländern außerhalb der EU betroffen sind. Die REACH-Verordnung bezieht sich in ihrer Durchführung sowohl auf die einzelnen Stoffe als auch auf Zubereitungen und Erzeugnisse, die diese Substanzen erhalten, egal ob sie gefährliche Eigenschaften haben oder nicht. Bei Importen sind Erzeugnisse nur dann von REACH betroffen, wenn sie Stoffe freisetzen oder besonders besorgniserregende Stoffe enthalten.

Die Auswirkungen von REACH lassen sich wie folgt zusammenfassen: ·

  • REACH ersetzt einen Großteil bestehender EU-Regelungen zu chemischen Stoffen, auch das europäische Altstoffverzeichnis (EINECS) ·
  • Sicherer Umgang mit Chemikalien
  • Verbesserter Schutz von Gesundheit und Umwelt
  • Verlagerung der Verantwortung für die Chemikaliensicherheit von den Behörden zur Industrie
  • Verbesserter Informationsfluss entlang der Lieferkette
  • Ersatz besonders besorgniserregender Chemikalien durch weniger gefährliche Chemikalien
  • Eckpfeiler von REACH ist die Registrierung
  • Grundsätzlich müssen alle Chemikalien registriert werden
Welche Ziele hat REACH?

REACH möchte den sicheren Umgang mit Stoffen bei allen Verwendungen gewährleisten, wozu ein stetiger Austausch von Informationen zwischen allen Beteiligten einer Lieferkette notwendig ist.

Eine größere Transparenz über die gesamte Produktkette hinweg wird nur durch verstärkte Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Lieferanten, Importeuren und Weiterverarbeitern bzw. nachgeschalteten Anwendern erzielt:

Um die Informationsfluss zu erhalten, müssen Lieferanten die gewonnenen Informationen weiterleiten. Anwender erhalten so mehr Informationen zum sicheren Umgang mit den bezogenen Stoffen, müssen aber auch selbst aktiv werden und vor allem ihre Lieferanten über die Verwendung ihrer Produkte unterrichten.

Welche Substanzen sind von REACH betroffen?

REACH bezieht sich direkt nur auf Stoffe und indirekt auf Zubereitungen sowie Erzeugnisse, die diese Stoffe beinhalten. REACH regelt Stoffe, die in Mengen größer einer Tonne pro Jahr vertrieben oder importiert werden. Für isolierte und transportierte Zwischenprodukte oder Stoffe für F&E gibt es besondere Registrierungspflichten.

Von REACH nicht betroffen sind:

Nicht isolierte Zwischenprodukte, Polymere, Biozide, radioaktive Substanzen, medizinische Erzeugnisse, Lebens- und Futtermittel.

Kommunikation entlang der Wertschöpfungskette

REACH erfordert die Betrachtung der sicheren Verwendung der Stoffe über den gesamten Lebensweg, weswegen zur Erfüllung dieser Anforderungen ein intensiver Informationsaustausch zwischen Herstellern/Lieferanten und nachgeschalteten Anwendern essentiell ist. Safic-Alcan nimmt dazu derzeit mit seinen Geschäftspartnern Kontakt auf.

Maßnahmen zur Vorbereitung auf REACH bei Safic-Alcan

Zur Vorbereitung auf die Einführung von REACH hat sich die Safic-Alcan Gruppe aktiv mit der neuen Verordnung auseinandergesetzt und an diversen Veranstaltungen nationaler Wirtschaftsverbände (z.B. wdk , IHK ) im Hinblick auf eine erfolgreiche Umsetzung von REACH teilgenommen.

Eine eigens gegründete Arbeitsgruppe „REACH Task Force“ bearbeitet bereits die

Identifizierung und Mengenbereichzuordnung der REACH-relevanten Stoffe, die von Safic-Alcan produziert oder aus nicht EU-Ländern importiert werden. Ebenso wird dafür Sorge getragen, dass die von Safic-Alcan vertretenen Hersteller in der EU ihre Produkte registrieren und mit den dafür notwendigen Informationen versorgt werden.

Allerdings sind zurzeit wichtige technische Details wie z. B. die Leitfäden zur REACH-Implementierung (RIP) sowie finanzielle Faktoren, z. B. Registrierungskosten, noch in der Entwicklung begriffen bzw. noch nicht verfügbar, weswegen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht völlig abschätzen können, welchen Einfluss REACH letztendlich auf unser Produktportfolio haben wird.

Wir können Ihnen daher trotz all unserer Bemühungen und Aktivitäten noch keine formelle Garantie erteilen, dass alle Produkte erhalten bleiben, die Sie von Safic-Alcan beziehen. Die von uns vertretenen Hersteller sagten jedoch bereits zu, keine Veränderungen in ihrem Produktportfolio aufgrund REACH vorzunehmen.

Alle von Ihnen bezogenen Rohstoffe sind demnach für die (Vor-)Registrierung und Zulassung vorgesehen. Sollte aber aufgrund der Kosten-Nutzen-Rechnung ein Stoff nicht mehr produziert werden, oder das Bewertungsverfahren zu dem Ergebnis kommen, dass ein Stoff nicht zugelassen werden kann, werden wir Sie umgehend benachrichtigen.

Um unsere Kunden auch künftig mit den erforderlichen Rohstoffen beliefern zu können, arbeiten wir mit unseren Prinzipalen eng zusammen, Alternativen für Produkte mit einem hohen Gefährdungspotential zu finden.

Zeitplan der REACH-Einführung 

reach_agenda.jpg  
 



Für die Registrierung der bereits am Markt befindlichen Stoffe sieht REACH Übergangsfristen von 3,5 bis zu 11 Jahren vor. Der REACH-Prozess beginnt zunächst mit der Vorregistrierung dieser Stoffe. Die Angaben zu den Stoffen und eventuelle Unterlagen müssen dafür elektronisch bei der neu eingerichteten zentralen Chemikalienagentur ECHA in Helsinki eingereicht werden. Der Umfang der Daten richtet sich nach der Menge, den gefährlichen Eigenschaften und der vorgesehenen Verwendung des Stoffes.

Durch das Inkrafttreten von REACH am 1. Juni 2007 muss die Vorregistrierung in der Zeit vom 1. Juni 2008 bis 30. November 2008 erfolgen. Für die eigentliche Registrierung können dann folgende Übergangsfristen in Anspruch genommen werden:

bis 30.11.2010: ·

für alle Stoffe in Mengen > 1.000 t/Jahr ·
für umweltgefährliche Stoffe mit der Einstufung N; R50/53 ab 100 t/Jahr ·
sowie für CMR-Stoffe der Kategorien 1 und 2 ab 1 t/Jahr

bis 31.05.2013: ·

für sonstige Stoffe in Mengen von 100 bis 1.000 t/Jahr

bis 31.05.2018: ·

für alle anderen Stoffe in Mengen von 1 bis 100 t/Jahr